Ausgabe 02 | 2020

AUSZUG AUS DEM INHALT:

PFLEGE UND RECHT
Fragen rund um den Urlaub
Jedes Jahr steht er an: Der Sommerurlaub. Und praktisch jedes Jahr tauchen Fragen auf, wie viele Tage Urlaub unterschiedlichen Arbeitnehmern zustehen. Das ist bei Auszubildenden in der Pflege nicht anders. Der folgende Artikel gibt eine detaillierte Übersicht.

EINRICHTUNGSSPEZIFISCHE VERSORGUNG
Angehörige: Der Spagat zwischen dem Wohl des zu Versorgenden und der „dritten Person“
Auch wenn immer mehr Menschen in Deutschland allein leben – laut statistischem Bundesamt waren es 2018 etwas mehr als 17 Millionen Personen – bedeutet es nicht, dass sie allein sind. Viele von ihnen haben Familien oder Freunde, mit denen sie ihre Lebenszeit teilen, entsprechend derer, die in Familien in einem Haushalt leben. Im Krankheitsfall sind es auch diese Personen, die ins Krankenhaus begleiten, die Pflege zu Hause oder andere Tätigkeiten übernehmen. Laut Gesundheitsberichterstattung des Bundes (2015) waren es 2015 ca. 4,7 Millionen Personen oder 6,9 % der Erwachsenen, die eine andere Person gepflegt haben – Tendenz steigend.

PFLEGEPÄDAGOGISCHE HILFEN
Digitale Ausbildung: Learning-Management-Systeme (LMS) in der Pflegeausbildung
Unsere Arbeitswelt und berufliche Bildung werden zunehmend durch Automatisierung und stetigen Wandel beeinflusst. Die Digitalisierung führt zu immer komplexeren Arbeitsprozessen und erfordert zunehmend flexible, dynamische Lösungen innerhalb der Ausbildung. Viele Arbeitsbereiche haben sich bereits digital weiterentwickelt und neue Berufe sind hierdurch entstanden. Auch gewinnen Kompetenzen wie Medienkompetenz und digitale Fitness stetig an Bedeutung und gelten in einigen Bereichen als Voraussetzung einer erfolgreichen Ausbildung.

ANLEITEN UND BEURTEILEN
Möglichkeiten der Infektionsprävention bei Injektionen und Infusionen
Die nachfolgenden Ausführungen beziehen sich auf hygienische Risiken bei der (intravenösen) Gabe von Medikamenten oder Ernährungssubstanzen. Obwohl Infusionstherapien im Vergleich zum Krankenhaus im Alten- und Pflegeheim oder in der ambulanten Pflege noch eher selten sind, hat sich trotzdem die heimparenterale Ernährung (home parenteral nutrition: HPN) als Behandlungsstandard ausgewählter Patienten etabliert. Daneben erfordert eine Problemkeimbesiedlung verschiedener Patienten, z. B. Patienten mit zystischer Fibrose, eine antibiotische intravenöse „Kur“, die immer häufiger ambulant durchgeführt wird. Injektionen von Medikamenten sind weit verbreitet, hygienisch sichere Zubereitungs- und Zufuhrtechniken fördern die Möglichkeit krankenhausexterner Behandlungen.

CE 02: Zu pflegende Menschen in der Bewegung und Selbstversorgung unterstützen
Die curriculare Einheit (CE) 02 fokussiert die Ausbildungssituation um den Orientierungseinsatz als den ersten Einsatz der praktischen Ausbildung. Diese Einheit wird ausschließlich dem ersten Ausbildungshalbjahr zugeordnet. Der Ausbildungsbeginn wird als eine wichtige Übergangsphase der Auszubildenden in den Blick genommen und ist als wesentliche Perspektive auf die Lernenden ausgerichtet. Entscheidende erste Erfahrungen mit der Ausbildung, der Lerngruppe, den Patienten und den spezifischen Gesundheitseinrichtungen, mit allen organisatorischen, rollenspezifischen und ökonomischen Anforderungen werden gesammelt, um eine beginnende Handlungssicherheit aufzubauen. Die Auszubildenden werden von Beginn an gefordert, zwischen den eigenen idealen Ansprüchen an Pflege und der Wirklichkeit nach Lösungen zu suchen. Eine besondere Bedeutung kommt deshalb der Vorbereitung und der reflexiven Auseinandersetzung zu. Die situativen Anforderungen werden im Laufe der Ausbildung gesteigert.

KOMMUNIKATION UND GESPRÄCHSFÜHRUNG
Jetzt spreche ich: Lernen, sich durchzusetzen
Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter verfügen über ein hohes Maß an Wissen, das sie weitergeben. Dabei müssen sie in ihrer Rolle lernen, sich durchzusetzen – gegenüber Auszubildenden ebenso wie gegenüber Stations‑, Pflegedienst- und Geschäftsleitung. Schließlich sind sie verantwortlich für die fachpflegerische Ausbildung – und die braucht Zeit. Das muss klar kommuniziert werden, beispielsweise in der Besprechung von Dienstplänen.

ARBEITSHILFEN

  • Vorbereitung und Durchführung von Injektionen
  • Einstellung der Infusionsgeschwindigkeit
  • Sturzrisikofaktoren


Anerkennung

Liebe Leserinnen und Leser,

das Pflegepersonal erhält in der Covid-19-Krise so viel Anerkennung wie selten zuvor. Es wird das Durchhaltevermögen gelobt und vielerorts die riskante Arbeit gewürdigt. Zu Recht.

Wünschenswert wäre aber auch, dass noch viel öfter die gute Ausbildung des Pflegepersonals erwähnt wird. Denn, und da sind sich die Experten einig, die verhältnismäßig geringe Letalitätsrate steht im direkten Zusammenhang mit der Qualität der Pflege.

An dieser Entwicklung haben Sie einen großen Anteil. Auch wenn ich weiß, dass jetzt noch nicht der Moment gekommen ist, um sich einmal selbst auf die Schulter zu klopfen, gebe ich Ihnen ein Versprechen: Ihr Magazin „Die PraxisAnleitung“ wird Sie nicht nur heute, sondern mit jeder Ausgabe daran erinnern, welch großartige Arbeit Sie leisten.

Herzliche Grüße

Sebastian Albrecht
Redaktion „Die Praxisanleitung“