Ausgabe 01 | 2020

AUSZUG AUS DEM INHALT:

PFLEGE UND RECHT
Die neue generalistische Pflegeausbildung
Aus Drei mach Eins: Das Pflegeberufegesetz (PflBG) vereint alle bisherigen fachpflegerischen Ausbildungen. Auf dem angespannten Personalmarkt sind die neuen Pflegefachfrauen und -männer willkommen, denn zukünftig können sie in allen Einrichtungen mit Pflegebedarf eingesetzt werden. Der vorliegende Beitrag erläutert den aktuellen Stand des PflBG und widmet sich darüber hinaus der Frage nach bestehenden Ausbildungsverhältnissen.

EINRICHTUNGSSPEZIFISCHE VERSORGUNG
Versorgung von Menschen mit Demenz in unterschiedlichen Settings
Schüler in der Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann absolvieren neben ihrem theoretischen Unterricht in verschiedenen Settings ihre Praxiseinsätze. Sie werden vor Ort von Praxisanleitern begleitet. Sie verantworten, „die Auszubildenden schrittweise an die Wahrnehmung der beruflichen Aufgaben als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann heranzuführen (…)“ (Generalistische Pflegeausbildung 2019).

PFLEGEPÄDAGOGISCHE HILFEN
Überlastungsprophylaxe bei Pflegeschülern
Einige Pflegeschüler sind erst einmal geschockt, wenn sie ins tatsächliche Berufsleben eintauchen. Theorie und Praxis klaffen weit auseinander. Der Pflegenotstand wirkt sich auch auf die praktische Ausbildung aus. In manchen Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern fühlen sich die Azubis verheizt und müssen Leistungen erbringen, die nicht ihrem Ausbildungsstand entsprechen. Für viele stellt dies eine enorme psychische Belastung dar.

ANLEITEN UND BEURTEILEN
Curriculare Einheiten: 01 – der Ausbildungsstart
Die generalistische Pflegeausbildung ist seit 2020 in elf curriculare Einheiten gegliedert. Sie erfolgt in den ersten beiden Ausbildungsdritteln kompetenzorientiert, da dies erforderlich für die Pflege von Menschen aller Altersstufen in unterschiedlichen institutionellen Versorgungskontexten ist. Im letzten Ausbildungsdrittel haben die Auszubildenden die Möglichkeit, den Fokus entweder auf die Pflege von Kindern und Jugendlichen oder auf die Pflege von alten Menschen zu legen. Das Pflegeberufegesetz regelt die Zuständigkeiten für die theoretische und praktische Ausbildung sowie die Ausbildungsziele.

Aktuelle Anforderungen an die Händehygiene
Ein wichtiges Thema in der Pflegeausbildung ist die Händehygiene. Was tun, um die Schüler für die richtige Händehygiene zu sensibilisieren? Händehygiene ist wichtig, das bestreitet niemand, und doch wiederholen sich bestimmte Fehler, Mythen und auch Missverständnisse immer wieder bzw. lassen sich nicht aus dem Weg räumen. Was kann man tun, um die Compliance für die richtige Händehygiene zu stärken? Und was sind aktuell die wichtigsten Erkenntnisse zur richtigen Händehygiene?

KOMMUNIKATION UND GESPRÄCHSFÜHRUNG
Konstruktive Kritik üben
Das Negative an einer Kritik ist nicht die Kritik an sich, sondern die Unfähigkeit, sie konstruktiv zu lösen. Praxisanleiterin Nora (42 Jahre) steht vor der Herausforderung, ein Kritikgespräch mit der Auszubildenden Jaqueline (19 Jahre) zu führen. Die angehende Pflegefachkraft ist wiederholt zu spät gekommen. Die Frage, die sich Nora stellt, ist: Wie übe ich Kritik, die „ankommt“ und zu einer Verhaltensänderung führt?

ARBEITSHILFEN

  • Checkliste Kritikgespräch
  • Vorüberlegungen zur Einarbeitung eines neuen Mitarbeiters
  • Merkblatt: Dos and Don’ts der hygienischen Praxis


Start

Liebe Leserinnen und Leser,

mit 17 Jahren bin ich zum ersten Mal mit dem Berufsfeld „Pflege“ in Kontakt gekommen. Ich absolvierte ein Schulpraktikum in einem Krankenhaus und mir gefiel die Arbeit so gut, dass ich mit dem Gedanken spielte, das Abitur zu schmeißen und direkt eine Ausbildung zum Krankenpfleger zu beginnen.

Eindringlich rieten mir meine damaligen „Kollegen“ auf Station davon ab, freuten sich aber, dass mir die Arbeit so viel Spaß machte. Sie fragten mich, welchen Beruf ich denn genau ergreifen wollte: Krankenpflege, Altenpflege oder Kinderkrankenpflege?

Ich musste gestehen, dass ich damals gar nicht wusste, dass es da einen Unterschied gibt, was mir einiges an Kopfschütteln einbrachte.

Heute, nach der Einführung der generalistischen Pflegeausbildung, wäre das Kopfschütteln vielleicht weniger vehement ausgefallen, wenngleich die Vorbehalte gegen die Ausbildungsreform unumstritten vorhanden sind. Doch wie immer man zur Generalistik stehen mag, entscheidend bleibt die Qualität der Ausbildung.

Mit dem neuen Magazin „Die PraxisAnleitung“ möchten wir deshalb einen Beitrag dazu leisten, dass Ihnen die Umstellung auf die generalistische Pflegeausbildung einfach gelingt. Außerdem ist es unser Anliegen, Ihnen in jeder Ausgabe spannende Impulse für die Anleitung von Pflegeschülern zu bieten, weil wir davon überzeugt sind, dass Sie einen wesentlichen Beitrag für die Ausbildung der angehenden Pflegefachkräfte leisten.

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Lesen.

Herzliche Grüße

Sebastian Albrecht
Redaktion „Die Praxisanleitung“