Ausgabe 02 | 2026

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AUSZUG AUS DEM INHALT:

PFLEGE UND RECHT
Ausbildungsnachweis in der Pflege
Während einer Ausbildung kommen auf Auszubildende eine Vielzahl von Pflichten zu. So sind sie u. a. verpflichtet, im Rahmen ihrer praktischen Ausbildung einen schriftlichen oder elektronischen Ausbildungsnachweis zu führen. Diese sind fester Bestandteil der praktischen Pflegeausbildung. Mit ihnen wird u. a. die Einhaltung des Ausbildungsplans durch die Pflegeschule dokumentiert.

Fehlverhalten von Auszubildenden
In den wenigsten Fällen wird eine Ausbildung reibungslos und ohne Schwierigkeiten ablaufen. Oftmals haben Praxisanleiter/innen mit Fehlverhalten von Auszubildenden zu kämpfen und fragen sich, wie sie angemessen hierauf reagieren sollen. Hierfür gibt es bestimmte Regeln, die beachtet werden sollten.

PFLEGEPÄDAGOGISCHE HILFEN
Ethik und Moral in der Pflege
Wenn von Ethik und Moral in der Pflege gesprochen wird, dann ist damit nicht lediglich ein theoretisches Schulfach gemeint, welches im Rahmen der Ausbildung einmal behandelt und dann wieder vergessen werden kann. Vielmehr bezieht sich die Frage der Ethik auf jede einzelne Pflegesituation, in der ein Mensch gepflegt, berührt, gelagert, gewaschen, beraten, beruhigt, beobachtet, angeleitet oder auch vor sich selbst geschützt werden soll.

ANLEITEN UND BEURTEILEN
Pflegebasics: Richten von oralen Arzneimitteln in der praktischen Anleitung
Das Richten von oralen Medikamenten ist ein fester Bestandteil pflegerischer Aufgaben in stationären Einrichtungen. In einigen Häusern wird das Richten der Medikamente zwar inzwischen ganz oder teilweise automatisiert durch Apotheken übernommen. Dennoch bleibt auch in solchen Einrichtungen die pflegerische Verantwortung bestehen, etwa bei Medikationsänderungen, Sonderverordnungen oder der abschließenden Kontrolle vor Verabreichung.

KOMMUNIKATION UND GESPRÄCHSFÜHRUNG
Strukturierte Kurz-Übergabe nach dem SBAR-Schema
In der Pflegeausbildung kommt es häufig vor, dass Auszubildende in Stresssituationen viel erzählen, aber das Wesentliche nicht klar ankommt. In der Pflege kann das Folgen haben. Eine wichtige Veränderung wird zu spät weitergegeben, der Hintergrund fehlt oder es wird keine klare Bitte ausgesprochen. Die WHO empfiehlt deshalb für sichere Übergaben standardisierte Verfahren und betont außerdem Rückversicherung, also das kurze Wiederholen der Kernpunkte, damit Informationen wirklich angekommen sind.

Haltung

Pflege beginnt nicht erst mit dem richtigen Handgriff – und endet nicht beim korrekt ausgefüllten Nachweisbogen. Professionelle Pflege zeigt sich dort, wo Fachwissen, Haltung und Verantwortung zusammenkommen: am Bett, im Gespräch, in der direkten pflegerischen Versorgung, in der Fallbesprechung – und manchmal auch beim kurzen Durchatmen im Stationszimmer.

Gerade deshalb verdient Ethik in der Pflegeausbildung besondere Aufmerksamkeit. Kompetenzbereich 5 macht deutlich: Auszubildende sollen ihr Handeln nicht nur ausführen, sondern reflektieren und begründen können – auf Grundlage von Gesetzen, Verordnungen und ethischen Leitlinien. Oder einfacher gesagt: „Das haben wir schon immer so gemacht“ ist kein Pflegekonzept.

Diese Ausgabe hält wieder viele spannende Perspektiven auf Ihre Aufgabe als Praxisanleitung bereit. Besonders ans Herz legen möchte ich Ihnen den Beitrag zum Thema Ethik. Er zeigt eindrücklich, wie nah ethische Fragen am Pflegealltag sind: bei der Sprache, bei Schamgrenzen, bei Selbstbestimmung, bei Zeitdruck – und bei der Frage, wie wir Menschen auch in belastenden Situationen würdevoll begegnen.

Denn genau hier heißt es, Haltung zu zeigen: wenn Auszubildende lernen, fachlich begründet, rechtlich sicher und menschlich respektvoll zu handeln. Diese Haltung entsteht nicht allein im Lehrbuch – sie wächst in der Praxis. Und dabei kommt es auf Sie an.

Ich wünsche Ihnen viel Freude mit der aktuellen Ausgabe.

Ihr Sebastian Albrecht
Redaktion „Die PraxisAnleitung“